Dreharbeiten am Schwarzen Ball

Inahea, die wir als Allererste in Leipzig kennen gelernt hatten, stieg aus dem Tram am Limmatplatz in Zürich, ging mit schwarzem, wallendem Mantel Richtung X-tra Club, wo bereits eine Schlange Leute wartete. Bea mit Kamera hinterher, ich mit zweiter Kamera bereit für Zusatzaufnahmen. Der "Schwarze Ball" fand statt - zweimal im Jahr ein rauschendes Fest mit Live-Konzerten und Lightshows, was für jede Filmemacherin eine wahre Freude ist. Und das war genau das Problem: Die Stimmung war so locker, die Atmosphäre so freundlich, die Musik so stark, dass ich mich immer wieder ermahnen musste, nicht in all den Eindrücken zu versinken, sondern geeignete Aufnahmen zu machen. Ohne, dass wir uns abgesprochen hätten, tauchte ein Protagonist unseres Films nach dem anderen auf. Es spielte die belgische Band "Front 242" und die italienische Band "Kirlian Camera", alle Bandmitglieder lernte ich kurz kennen, und alle waren einverstanden, gefilmt zu werden. Es wurde sehr spät für Bea und mich, doch ich konnte es nicht lassen, die halbe Nacht zuhause die Aufnahmen anzuschauen.