Trailer ist online

Aus Dutzenden von Stunden Filmmaterial dienigen Aufnahmen auszuwählen, die in einen vierminütigen Trailer dürfen, war eine wunderbare, bereichernde, intensive Arbeit - und manchmal eine, die mich zur Verzweiflung trieb. Kam jemand zu oft vor? Jemand zu wenig? Waren die Schwerpunkte richtig gesetzt? Gab dieser kleine Ausschnitt den Filminhalt in Kurzform wider? Machte er neugierig, regte er an? Der Ausdruck "die Qual der Wahl zu haben" bekam eine ganz neue Dimension! Da ich mich glücklich schätzen konnte, den Song "Victims of Love" von "The Beauty of Gemina" verwenden zu dürfen, war nur eines vorgegeben: Der Rhythmus. Für den Trailer meines Films, in dem das Akustische genau so eine wichtige Rolle spielt wie das Visuelle, habe ich mich entschieden, nicht die Musik den Bildern anzupassen, sondern die Bilder der Musik. Das nächtelange Schneiden, Löschen, Einfügen, Abwägen, Vergleichen und mit dem Takt synchronisieren, war ein regelrechter Taumel, eine Trance, ein Tanz! Ich gehe jede Wette ein, dass ich der Mensch auf Erden bin, der "Victims of Love" am häufigsten gehört hat. Und das jedesmal mit Genuss. 
Kaum war der Trailer auf Youtube, sprach sich das in der Facebook-Gemeinde (der ich immer noch nicht angehöre!) herum wie ein Lauffeuer. Ich hatte keine Werbung gemacht, keinen Vermerk auf meiner Haupt-Webseite www.mitradevi.ch eingefügt, lediglich meine ProtagonistInnen informiert, dass es da was zu sehen gäbe. In kürzester Zeit stiegen die Youtube-Aufrufe, und ich konnte es mir nicht verkneifen, alle paar Stunden draufzuklicken und mich an den zwei-, dann drei-, dann vierstelligen Zahlen zu ergötzen.